Begleitet uns auf unserer Reise durch schöne Pyrenäen-Dörfer und Ski-Stationen, über deren Schönheit sich streiten lässt.

Ordesa-Nationalpark

Mit dem Wohnmobil wieder hoch in die spanischen Pyrenäen

Es ist uns einfach noch zu warm, so dass wir beschließen, wieder zu einer Skistation zu fahren. Über die N230 fahren wir durch eine beeindruckende Landschaft und landen zunächst in El Pont de Suert. Hier finden wir zwar auch nur einen sehr kleinen Supermarkt, aber dafür wird der Wochenmarkt gerade aufgebaut und wir können uns mit wunderbarem frischem Obst und Gemüse eindecken. Dann geht’s auch schon weiter. Nachdem wir das schöne Örtchen Benasque passiert haben, geht’s hoch nach Cerler. Hier frühstücken wir erstmal ausgiebig auf dem Wohnmobilparkplatz und stellen dann fest, dass man auch an der nächsten Skistation, Ampriu-Cerler, mit dem Wohnmobil parken darf. Wer uns kennt, weiß, was jetzt kommt: genau, wir fahren noch 7 Kilometer weiter und stehen plötzlich auf einem riesigen Parkplatz. Alleine. Hier gibt es nur Kühe. Viele Kühe. Was wir hier allerdings nicht finden, sind Wanderwegweiser. Es bleibt also nur, die Skipiste hochzugehen. Durch die Kühe hindurch.

Wohnmobilstellplatz Ampriu Cerler, Ctra. la Estación de Cerler, 22440 Benasque, Huesca

Wanderung zum Pico Cerler

Am Abend kamen noch drei Camper und als am Morgen aus dem einen VW-Bus drei Hunde springen, ist die Ruhe erstmal vorbei.  Unfreiwillig bekommen wir die Morgentoilette aller Hunde und deren Halter direkt am und auf dem Parkplatz mit. Muss sowas wirklich sein?

Jetzt am Morgen, bei strahlendem blauem Himmel, sehen die Berge rund um den Stellplatz noch schöner aus. Und so starten wir zu einer Wanderung auf den nächstgelegenen Berg, der keine Skistation am Gipfel hat: den Pico Cerler. Über eine bei Komoot angezeigte Route kämpfen wir uns durch die Kühe, über undefinierbare Wege nach oben. Irgendwann kommen wir an einem Geröllfeld an und wir erahnen anhand der Steinmännchen, wo der Weg langgehen wird. Also geht’s durch das riesige Geröllfeld steil und steiler nach oben. Unsere Hoffnung ist, dass wir diesen Weg nicht zurückgehen müssen…

Und dann sind wir endlich oben. Die Ausblicke entschädigen für die Strapazen und einen alternativen Rückweg haben wir auch entdeckt. Was für ein Glück. Nach den typischen Film- und Fotoaufnahmen machen wir uns auf den Weg nach unten. Erstmal aus dem Geröll raus, dann Essen. Nach einem verhältnismäßig entspannten Abstieg durchs Geröll stehen wir kurze Zeit später auf der Skipiste, die wir jetzt nur noch runtergehen müssen…und wieder fragen wir uns, wie man so eine steile Piste mit Ski runterfahren kann. Wir haben sogar zu Fuß unsere Probleme.

Nach knapp sieben Kilometern sind wir wieder am Womo. Und obwohl es nur knapp 600 Höhenmeter waren, hatte es diese Wanderung in sich.

Wieder etwas südlicher: es geht mit dem WOhnmobil nach Fiscal

Nachdem wir die letzte Nacht komplett alleine hier oben an der Skistation standen, beschließen wir trotzdem, heute etwas weiter zu fahren. In dem wirklich schönen Örtchen Benasque bekommen wir frisches Baguette und fahren weiter, um einen schönen Frühstücksplatz zu suchen. Allerdings führt uns die N260 durch eine unglaublich enge Schlucht, die aus mehreren Kilometern Baustelle besteht und schon kurze Zeit später erreichen wir Aínsa. Beim Frühstück überlegen wir uns, nicht hier zu bleiben, sondern den Stelllatz in Fiscal anzufahren. Am Montag wollen wir in den Ordesa Nationalpark und da bietet sich Fiscal einfach an. Auch auf dem weiteren Stück ist die N260 erschreckend eng, aber alles bleibt heil und wir finden auch gleich den Stellplatz. Das Auffahren auf den Platz ist dafür etwas ungewöhnlich, aber zum Glück haben wir uns bereits zuhause die PVerde-App heruntergeladen und nach ein paar Minuten sind wir auf dem komplett leeren Stellplatz. Den restlichen Tag genießen wir draußen im Schatten sitzend vor dem Wohnmobil.

Fiscal

Wohnmobilstellplatz Área Ordesa Pirineos, Plaza Iglesia Nº1 22373 Fiscal

(ACHTUNG: PVerde-App notwendig)

Es geht in den Ordesa-Nationalpark nach Torla

Heute fahren wir nach Torla, wo wir auf einem Campingplatz unterkommen. Das Wetter ist traumhaft und soll auch noch ein paar Tage so bleiben. Allerdings ist es schon sehr, sehr touristisch hier und wir sind froh, nicht am Wochenende hierhergekommen zu sein. Nach einer entspannten Besichtigung des sehenswerten Örtchen Torla genießen wir einfach nur die Ausblicke.

Camping Ordesa, Ctra. de Ordesa sn, 22376 Torla (Huesca)

Wanderung durch das Ordesa-Tal zum Wasserfall Cola de Caballo

Als der Wecker heute Morgen klingelt haben wir 9°C und keine Wolke ist am Himmel. Nachdem wir uns soweit fertig gemacht haben, starten wir gegen 8:30 Uhr mit unserer kleinen Mopete und kommen nach sieben Kilometern am bereits sehr gut gefüllten Wanderparkplatz an. Wir sind völlig erschrocken, wie viele Autos und Wohnmobile hier stehen. Von den Menschenmassen ganz zu schweigen. Und so reihen wir uns ein in die Wanderer, die den steilen Aufstieg zum Aussichtspunkt Mirador Calcilarruego gehen. Nach nicht mal 90 Minuten haben wir die 700 Höhenmeter überwunden und bewundern zusammen mit vielen anderen Wanderern die Aussicht auf das Ordesa-Tal. Auf den acht Kilometern entlang der Felswand Faja de Pelay hat man ständig die massiven Felswände vor Augen und tiefe Blicke ins Tal, bis sich das Tal irgendwann öffnet.  Und dann sieht man zum ersten Mal den Wasserfall. Ehrlich gesagt, haben wir da schon ganz andere Wasserfälle gesehen. Ab hier tummeln sich die Menschenmassen und wir sehen nach einer kurzen Rast zu, dass wir zurückkommen. Am Rio Arazas entlang führt der Wanderweg nun fast ausschließlich durch Wald zurück zum Parkplatz. Nach knapp 23 Kilometern sind wir zurück. Der erste Abschnitt der Wanderung war wirklich sehr schön, aber insgesamt hatten wir uns von dieser Wanderung doch etwas mehr versprochen. Abgesehen davon, ist es hier für unsere Verhältnisse viel zu touristisch und für Ende September auch noch viel zu voll.

Den Abend verbringen wir gemütlich mit unseren deutschen Stellplatznachbarn bei dem ein oder anderen Gläschen Wein.

Weg von den Touristenmassen

Aufgrund der vielen Menschen im Ordesa-Tal beschließen wir spontan, heute weiterzufahren. Nach einem kleinen Zwischenstopp in Biescas fahren wir in das Tena-Tal und bekommen an der Skistation Panticosa einen schönen Stellplatz. Bei einem kleinen Spaziergang ins Dorf finden wir Wanderschilder und schon ist der morgige Tag verplant.

Wohnmobil-Stellplatz Panticosa, Camino Bachato, 22661 Panticosa

Wanderung zum Punta de Cucuraza und Mirador de la Peña Medio

Da die Wanderung zum Mirador de la Peña Medio als fünf Kilometer langer Rundweg angegeben ist, fangen wir den Tag ganz gemütlich an und starten erst später zur Wanderung. Diese entpuppt sich nach kürzester Zeit jedoch als sehr, sehr anstrengend. Dennoch entscheiden wir uns am Abzweiger zunächst zum Punta de Cucuraza zu gehen. Schon alleine wegen des netten Namens. Nach einer gefühlten Ewigkeit stehen wir auf einem Berggipfel mit kleiner Aussichtsplattform und können sogar unseren Alpa sehen. Da sich der Himmel aber bedrohlich zuzieht, sehen wir zu, dass wir zurückkommen. Natürlich nicht, ohne über den Mirador zu gehen. Und auch hier ist die Aussicht in die Pyrenäen spektakulär. Zurück geht es dann über den bestens ausgeschilderten Wander-Rundweg zurück. Und nach 10 Kilometern, über 700 Höhenmetern und fünf Stunden sind wir endlich wieder am Wohnmobil.

Nachdem wir gestern eine schöne Wanderung zum Punta de Cucuraza gemacht haben, lassen wir es heute gemächlich angehen. Nach dem Genuß von frisch aufgebrühten Kaffee gehen wir erstmal ins Zentrum von Panticosa und kaufen uns beim Bäcker leckere Croissants und ein Baguette zum Frühstück. Da Meike noch mit der Fertigstellung unseres Vlogs beschäftigt ist, kümmere ich mich um das Frühstück. Leckere Obstplatte mit Apfelsine, Nektarine und Apfel. Alles noch frisch vom letzten Einkauf auf dem Markt. Wir genießen unser ausgiebiges Frühstück und lassen es uns einfach gut gehen. Als wir dann doch noch ein bisschen spazieren gehen wollen, setzt der angekündigte Regen ein und wir machen es uns den Rest des Tages im Alpa gemütlich.

Hier geht es zu unserem Vlog (durch Anklicken des Bildes erfolgt eine Weiterleitung zu Youtube)

#3 Cerler
(Weiterleitung zu Youtube)

Das zweite Video zu dieser Reise-Etappe erstellen wir gerade. Es wird demnächst veröffentlicht.